Gib Pfötchen!

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Vor wenigen Tagen habe ich eine Fernsehsendung über Hunde gesehen. Thema war unter anderem die Ausbildung von Blindenführhunden. Ich hab den Beginn der Sendung verpasst und weiß nicht, in welchem Land die Ausbildung stattgefunden hat. Es war auf jeden Fall ein englischsprachiges.

Ob ein zukünftiger Blindenhund als solcher geeignet ist, wird schon entschieden, wenn er noch ein kleiner Welpe von wenigen Wochen ist. Eines der Auswahlkriterien war, ob der Hund ein Rechts- oder Linkspföter ist. So wie Menschen eine Hand bevorzugen, bevorzugen auch Hunde eine Pfote. Ist ein Hund Rechtspföter, soll es darauf hindeuten, dass er die notwendige Loyalität besitzt, um später ein guter Blindenhund zu sein.

Linkspföter sollen dafür die kreativeren unter den Hunden sein. Natürlich habe ich Jamie gleich „getestet“. Ich hätte wetten können, dass Jamie zu der kreativen Sorte Hund zählt. Er ist aber ganz eindeutig ein Rechtspföter. In dem Film war die entscheidende Frage, ob der Hund mit der rechten oder linken Pfote startet, wenn man ihn ruft. Ich habe Jamie ungefähr 10 Mal gerufen und es war ohne Ausnahme die rechte Pfote, mit der er losgelaufen ist.

Im Internet habe ich noch ein paar weitere Ideen gefunden, wie man testen kann, ob ein Hund (oder eine Katze – auch Katzen bevorzugen meist eine Pfote) Rechts- oder Linkspföter ist: Mit welcher Pfote versucht das Tier etwas Interessantes unter dem Sofa hervorzuholen? Mit welcher Pfote berührt es ein Spielzeug zuerst? Welche Pfote verwendet es zum „Anklopfen“ bei einer verschlossenen Tür? Welche Pfote bietet es öfter an, wenn es „Pfötchen geben“ soll (gilt natürlich nicht, wenn das „Pfötchen geben“ bereits trainiert wurde).

In einem anderen Artikel habe ich hingegen gelesen, dass das Geschlecht ausschlaggebend für die Pfötigkeit sein soll. In dieser Studie (von 2004) bevorzugen Rüden häufig die linke Seite und Hündinnen die rechte. Dieser Studie zufolge ist Jamie ein untypischer Rüde, weil er „rechtshändig“ ist.

In Studien, in denen es um die „Händigkeit“ von Hunden geht, wird dem Hund ein Klebeband über die Schnauze geklebt. Wenn der Hund versucht es loszuwerden, nimmt er automatisch seine Lieblingspfote. Allerdings kann ein Hund – genauso wie Menschen – auch beidhändig sein.

https://www.neuropool.com/berichte/tiere/ist-mein-hund-rechts-oder-linkshaender.html

Ob auch in Österreich die „Händigkeit“ (oder sagt man „Pfötigkeit“??) des Hundes zu den Auswahlkriterien eines zukünftigen Blindenführhundes gehört, weiß ich nicht. Es war auch in dem Film nur eines der vielen Eigenschaften, die ein Hund besitzen soll, um ein guter Assistenzhund zu werden. Viel wichtiger erscheinen mir andere Fähigkeiten, die auch in dem Film gezeigt wurden: Zum Beispiel, dass er aufmerksam, aber nicht panisch auf ungewohnte Geräusche reagieren darf. Oder dass er auch unter Ablenkung zuverlässig kommt, wenn er gerufen wird. Im Internet habe ich eine Seite gefunden, die genau diesen Teil des Films – die Austestung des Welpen – zeigt.

http://www.tierfreund.co/assistenzhund-anzeichen/

 

Einen schönen Tag!

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