So ein Rüpel

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Seit einigen Jahren bin ich Dauercamper auf einem Campingplatz, an dem Hunde erlaubt sind.  Auf der Suche nach einer unkomplizierten Möglichkeit mit den Hunden baden zu gehen, bin ich dort gelandet. Für meine Wohnungshunde war nicht nur die Möglichkeit, sich im See abkühlen zu können toll, sie konnten dort auch den ganzen Tag im Freien sein. Zwei Sommer lang war mein Seniorhund Filippo noch mit dabei. Filippo war der geborene Camper. Er liebte es in der Wiese zu liegen – abwechselnd in der Sonne und im Schatten.  Zum Abkühlen ging er bis zum Bauch in den See. Er wartete – auch ohne Leine – geduldig, wenn ich mal alleine ins Wasser ging, pöbelte keine anderen Hunde an und war auch ansonsten ruhig und entspannt.

Außerdem war er ein guter Hundsitter für Jamie. Solange Filippo lebte, war es für Jamie einfacher, mal kurz am Platz oder im Wohnwagen gemeinsam mit Filippo auf mich zu warten.

Jamie  hatte zwar auch damals schon die Angewohnheit jeden vorbeigehenden Hund anzukünden, aber mit Filippo an seiner Seite fiel es ihm zumindest leichter eine Zeit lang ohne mich zu sein.

Kein geborener Camper

Ich hatte immer die Vorstellung, dass Jamie irgendwann so gelassen und ruhig auf dem Platz sein wird wie Filippo. Von dieser Vorstellung habe ich mich schon verabschiedet. Aber mittlerweile ist es zumindest so, dass er nur kurz bellt, wenn jemand mit einem Hund vorbeigeht – und er ist dann gleich wieder ruhig. Er kann jetzt auch kurze Zeit ohne Probleme im Wohnwagen auf mich warten

Außerdem ist es jetzt möglich, dass wir den Tag auf der Liegewiese unter vielen anderen Hunden verbringen, ohne dass er ständig bellt. Damit das möglich geworden ist, musste ich ziemlich streng und konsequent sein. Das ist mir nicht leicht gefallen. Aber mir war klar, dass es für meine Campingnachbarn und auch für die anderen anwesenden Camper nicht angenehm ist, ständig mit einem schlecht erzogenen, kläffenden Hund konfrontiert werden zu müssen.

Furchteinflößend

Umso mehr ärgert es mich, wenn andere Camper es als gegeben hinnehmen, wenn ihr Hund auf jedes vorbeigehende Mensch-Hund-Gespann mit lautem, wütendem Gebell hinstürmt. Auch wenn der Hund an einer langen Leine hängt und nur knapp bis zum Gehweg gelangen kann – ein großer Schäfer wirkt in so einer Situation durchaus furchteinflößend. Noch dazu, wenn ganz offensichtlich ist, dass die Besitzer ihn nicht unter Kontrolle haben. Vielleicht ist es ihnen gar nicht bewusst, dass sie das rüpelhafte Verhalten ihres Hundes verstärken, wenn sie in so einer Situation nur etwas genervt den Namen des Hundes säuseln. Von Zurechtweisung kann nicht die Rede sein.

Bei besagtem Hund muss ich öfters vorbei, weil er auf dem Weg zum See liegt. Ich habe heraus gefunden, dass er nicht auf uns zustürmt, wenn ich Jamie trage und er nicht neben mir geht. Ich bin also nur noch mit Jamie auf dem Arm vorbei gegangen. Die Besitzer haben das aber nicht zum Anlass genommen, ihre Hundeerziehungsmaßnahmen zu hinterfragen, sondern haben recht belustigt gemeint: „Bin ich froh, dass ich meinen Hund nicht tragen muss. Haha…“

Mein Freund meinte zu diesem Vorfall, dass Hunde, die sich so verhalten, auf einem Campingplatz nichts zu suchen hätten. Ich glaube, dass es auch für diesen Hund möglich wäre, zu lernen, sich der Situation angemessen zu benehmen.

Veränderungsbedarf

Entscheidend ist meiner Meinung nach, ob jemandem bewusst ist, dass das Verhalten des eigenen Hundes eine Zumutung für die Mitmenschen (und Mithunde) ist. Wenn der Hundebesitzer es der Mühe wert findet – wenn notwendig mit professioneller Unterstützung – daran zu arbeiten, wird sich das Verhalten des Hundes verändern. Wenn aber Herrchen oder Frauchen das ungehobelte Verhalten ihres Hundes amüsant finden, werden sie es noch verstärken.

Es ist anzunehmen, dass auch der Hund selbst darunter leidet. Einen entspannten Eindruck macht er auf keinen Fall. Schließlich hat er einen stressigen Job.

 

Einen schönen Tag!

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